Grillhaus im Garten

by wbartl@proseco.at
Im Grillhaus grillen

Alternativen sind Gartenhaus mit Grill oder Terrasse mit Überdachung

In kaum einer Frage sind sich so viele Menschen in Deutschland einig wie beim Grillen. Knapp neun von zehn Deutschen grillen mindestens gelegentlich. In vielen Fällen wird der Grill im Garten während des Sommers an praktisch jedem Wochenende in Gang gesetzt. Häufig stehen dort inzwischen sogar mehrere unterschiedliche Grills. Hier reichen die Varianten vom einfachen Holzgrill über den großen Gasgrill bis zum Smoker und Watersmoker. Außerdem wird die Saison von vielen Grillfans immer mehr in die Länge gezogen und bis weit in den Winter hinein weiter gegrillt. Dann stellt sich die Frage, ob es nicht Zeit für ein eigenes Grillhaus ist.

Vom Zelt der Samen inspiriert

Lösungen für ganzjähriges Grillen stammen meist aus Ländern, in denen der Winter früh Einzug hält und lange dauert. Dies gilt auch für die so genannte Grillkota (https://de.wikipedia.org/wiki/Grillkota). Bei dieser handelt es sich um ein Grillhaus, dass dem traditionellen Zelt der Samen bzw. Lappen nachempfunden ist. Als Nomaden lebte dieser Volksstamm früher traditionell in Zelten, die Kothen genannt wurden. Eine Besonderheit dieser Kothen war und ist, dass sie über ein Rauchloch verfügen und entsprechend ein Feuer im Innern dieser Zelte entzündet werden kann. Diesem Prinzip ist die Grillkota nachempfunden Bei dieser handelt es sich vom Grundriss her um ein Sechs- oder Achteck. Die Wände verjüngen sich nach oben bis zum zentral platzierten Rauchloch. Unter diesem ist wiederum der Grill platziert. Längs der Außenwände befinden sich Bänke, die auch für größere Grillgesellschaften ausreichend Platz bieten.

Welche Vorteile hat ein Grillhaus?

Auch wenn es Grillkotas inzwischen als Bausatz zu kaufen gibt, bedeutet die Errichtung immer noch ein hohes Maß an körperlicher Arbeit. Dies umso mehr, als zunächst ein Fundament zur Errichtung der Grillkota geschaffen werden muss. Außerdem hat eine solche Lösung selbstverständlich ihren Preis. Insofern lässt sich durchaus die Frage stellen, warum das Grillen nicht einfach auf dem Rasen im Garten oder auf der Terrasse stattfinden kann. Hierzu lässt sich zunächst anführen, dass immer mehr Menschen ihre Grillsaison gerne ausdehnen möchten. Spätestens ab Oktober ist das Wetter in Deutschland jedoch meist nicht mehr dazu angetan, lange Abende im Freien zu verbringen. Bei Niederschlag und kaltem Wind schmeckt gekühltes Bier nicht mehr ganz so gut wie nach heißen Tagen an einem langen Sommerabend. Ganz anders gestaltet sich ein solcher Abend in der Grillkota. Dort lässt sich zunächst in der Mitte ein gemütliches Feuer entzünden, um den Raum aufzuwärmen. Ist die Glut heruntergebrannt, kann das Grillen beginnen und die Grillkota mit Kerzen oder Lampen ausgeleuchtet werden. Da der Duft des Grillguts sich auf dem Weg zum Rauchfang im Grillhaus staut, läuft das Wasser noch intensiver im Mund zusammen als beim Grillen im Freien. Dank der guten Dämmung der Außenwände ist Grillen in der Grillkota auch bei Frostgraden im tiefsten Winter problemlos möglich. Mit einem solchen Grillhaus ist deshalb das ganze Jahr Grillsaison.

Genügt nicht ein normales Gartenhaus?

Einfache Gartenhäuser sind zum Teil deutlich günstiger in der Anschaffung als eine Grillkota. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen gibt es auf dem Markt für traditionelle Gartenhäuser ein breiteres Angebot und damit deutlich mehr Konkurrenz. Zum anderen wird für ein einfaches Gartenhaus wesentlich weniger Material benötigt. Grillgut lässt sich auch in diesen Hütten verzehren und mit etwas Kreativität werden sie auch ausreichend warm, damit es an kühlen Abenden ausreichend gemütlich wird. Gleichwohl fehlt bei einem Gartenhaus die Möglichkeit, nach Abschluss des Grillens einfach ein paar weitere Scheite aufzulegen und das Feuer in der Mitte neu zu entzünden. Beim Blick in die Flammen tut der abschließende Schnaps nach einem deftigen Mahl vom Grill gleich nochmal so gut. Außerdem hat man in einer Grillkota dank der runden Aufteilung der Sitzplätze immer alle Anwesenden im Blick, was das Gespräch in großer Runde einfacher und schöner macht. In Sachen Gemütlichkeit und Kommunikation punktet die Grillkota daher gegenüber dem Gartenhaus. Dies gilt erst recht im Hinblick auf das Grillen an sich, weil der Grillmeister nicht allein im Freien steht, sondern sich inmitten der fröhlichen Runde befindet.

Wie verhält es sich mit Gartenhäusern mit Anbau?

Nicht immer sind die Platzverhältnisse im Garten so, dass eine eher runde Lösung wie die Grillkota sich vernünftig verwirklichen lässt. Häufig macht ein rechteckig gestaltetes Gartenhaus im Hinblick auf die Gestaltung des Außenbereichs mehr Sinn. Für Grillfreunde muss dies nicht zwingend ein Nachteil sein. Insbesondere wenn es nicht um den Schutz vor Kälte, sondern vor Niederschlag geht, bieten sich Gartenhäuser mit Anbau als echte Alternative zur Grillkota an (https://www.gartenhausfabrik.de/gartenhaeuser/gartenhaeuser-mit-anbau/). Neben dem Gartenhaus an sich verfügen diese Modelle über einen überdachten Außenbereich in dem sich problemlos ein Grill platzieren lässt. Wegen der Rauchentwicklung macht es bei dieser Lösung mehr Sinn, einen Gasgrill zu verwenden. Trotz gegenteiliger Behauptungen von Kohle-Enthusiasten lasen sich bei Blindverkostungen bei den Röstaromen keine Unterschiede feststellen. Wer lediglich nach einer Möglichkeit sucht, eine Grillparty im Sommer bei plötzlich einsetzendem Regen nicht abbrechen zu müssen, für den ist ein Gartenhaus mit Anbau in jedem Fall eine gute Lösung. Gleiches gilt für Grillfreunde, die beim Grillen im Winter spüren möchten, dass sie ausreichend abgehärtet sind, um kalten Temperaturen trotzen zu können, aber kein Interesse daran haben, dass die Beilagen nach und nach von Schnee bedeckt werden.

Fazit

Wenn es ums Grillen im Gartenhaus geht, bieten sich unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten an. In der einfachsten Variante wird lediglich der Verzehr des Grillguts nach innen verlegt. Der Grill selbst steht weiterhin im Freien. Bei einem Gartenhaus mit Anbau ist der Grill dagegen durch ein Dach gegen Niederschlag geschützt. Gleiches gilt für Grillbüffet. In der nobelsten Variante befindet sich der Grill bei der Grillkota innerhalb des Grillhauses. Außerdem hat längs der Wände eine große Zahl von Gästen Platz. Positiv hinzu kommt, dass das Feuer in der Mitte für ausreichend Wärme sorgt, dass sich Grillpartys problemlos auch im tiefsten Winter veranstalten lassen. Wer wirklich das ganze Jahr über mit möglichst vielen Freunden grillen möchte, kommt daher an einer eigenen Grillkota nicht wirklich vorbei.

Foto: Depositphotos.com – photography33

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